Willkommen im Hofheimer Land!

Sie sind neu ins Hofheimer Land gezogen und suchen nun nach einer wohnortnahen Beschäftigung? Sie möchten im Hofheimer Land wohnen und suchen nach passendem Wohnraum? Sie möchten besser Deutsch lernen? Sie haben Fragen zum Leben vor Ort?

Seit Sommer 2016 widmet sich die Gemeinde-Allianz im Hofheimer Land im Rahmen eines Pilotprojektes der nachhaltigen Integration von Migranten. Schwerpunkte sind zunächst die Vermittlung von Arbeitsstellen und geeignetem Wohnraum sowie Mobilitätslösungen. Durch passgenaue Unterstützung soll die Entscheidung für ein Leben auf dem Land möglichst leicht gemacht werden.

Auf der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle und Wohnraum im Hofheimer Land werden neben Menschen mit Fluchthintergrund inzwischen auch Neubürgerinnen und Neubürger aus EU-Staaten und weltweit unterstützt. Die Beratung findet in der Regel auf Deutsch statt, bei Bedarf und nach Möglichkeit gerne auch in anderen Sprachen.

Offene Stellen und Angebote von Wohnraum im Allianzgebiet werden jederzeit gerne in die Vermittlung aufgenommen!

Ansprechpartnerin:

Frau Kerstin Brückner

Gemeinde-Allianz Hofheimer Land
Marktplatz 1
97461 Hofheim i.UFr.
09523/50337-25
kerstin.brueckner(at)hofheimer-land.de

 

Geflüchtete als Neubürger

Das Pilotprojekt der „Koordinationsstelle Neubürger“ unterstützt Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund im Gebiet der Hofheimer Gemeindeallianz seit 2016 aktiv auf der Suche nach Arbeits- und Ausbildungsstellen im ländlichen Raum, vermittelt geeignete Bewerber an lokale Betriebe und begleitet neu entstandene Arbeitsbeziehungen, um deren Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Die Koordinationsstelle ist auch bei der Suche nach passendem Wohnraum behilflich und vermittelt zwischen Mietern und Vermietern.

Mehrere Jahre nach ihrer Ankunft im Hofheimer Raum haben mittlerweile etwa 120 Neubürger mit Fluchthintergrund ihren Lebensmittelpunkt in Hofheim und Umgebung gefunden und können sich auch vorstellen, längerfristig auf dem Land zu wohnen, v.a. wenn sie

-          passenden Wohnraum

-          eine zufriedenstellende Beschäftigung und

-          Unterstützung durch Ehrenamtliche und öffentliche Stellen

-          bzw. Freundschaften vor Ort gefunden haben,

-          einen Führerschein und ein Auto besitzen 

-          und, wo vorhanden, die Kinder gut integriert sind.

Entscheidend für den Erfolg vor Ort ist die Zusammenarbeit und der intensive Austausch von öffentlichen Strukturen, Hauptamt und Ehrenamt, die im Idealfall eine intensive, direkte, persönliche und erfolgsorientierte Betreuung und Beratung der Geflüchteten zur Folge haben, soweit und solange dies gewünscht wird.

 

Job-Matching

Eine entscheidende Rolle bei der Arbeitsvermittlung spielt die personelle Passung von Bewerbern. Die Vermittlung findet deshalb schrittweise statt: Ein erstes Kennenlernen von Vermittlerin und Bewerber/in hat das Ziel, Fähigkeiten, grundlegende Bedingungen (wie Wohnortnähe, mögliche Arbeitszeiten oder gesundheitliche Einschränkungen) und Wünsche in Bezug auf eine Arbeitsaufnahme abzuklären. Infolge des Erstgespräches kontaktiert die Vermittlungsstelle in Frage kommende Betriebe vor Ort, um abzuklären, ob Interesse an dem Bewerber besteht. Fällt die Antwort positiv aus, wird ein erstes Vorstellungsgespräch zum persönlichen Kennenlernen vereinbart. Im Regelfall findet daraufhin ein Praktikum statt, um herauszufinden, ob Bewerber und Firma im Arbeitsalltag zueinander passen. Entscheiden sich die Beteiligten für eine weitere Zusammenarbeit, kommt es zum Vertragsabschluss. Sowie der Bewerbungsprozess als auch die Einarbeitungszeit werden im Regelfall, soweit gewünscht, von der Koordinationsstelle begleitet, die für Anliegen aller Beteiligten auch weiterhin als Ansprechpartnerin fungiert.

Bisher konnten alle Neubürger mit Fluchthintergrund, die bereit waren, in die Arbeitswelt vor Ort einzusteigen und die entsprechende Grundlagen und Motivation mitbrachten, in  Arbeitsverhältnisse vermittelt werden. Zusätzlich konnten Bewerber aus dem Umland der Gemeindeallianz weitere, noch offen stehende Arbeits- und Ausbildungsstellen besetzen. Zahlreiche ortsansässige Firmen haben in Neubürgern mit Flucht- oder Migrationshintergrund fähige Arbeitskräfte gefunden. Viele Verantwortliche im Personalbereich signalisieren: „Uns ist es egal, woher der neue Mitarbeiter kommt- Hauptsache, er passt ins Team.“

Die Nachfrage nach motivierten Arbeitskräften bei den Betrieben im Hofheimer Land hält an- vor allem im Bäcker- und Metzgerhandwerk, im Gartenbau, in der Gastronomie, im Holz- und Metallbereich, auf dem Bau und in der Produktion fehlen hier und da (Fach-)Personal und Azubis.